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    Was ist ein Bitcoin und was hat das mit der Blockchain zu tun? • Kryptowährungen

    Was ist ein Bitcoin und was hat das mit der Blockchain zu tun?

    Erstellt: 28.12.2017 | Aktualisiert: 28.12.2017

    Für die ganz Schnellen unter uns eine Kurzfassung:

    Der Bitcoin ist eine virtuelle Kryptowährung und basiert auf einer Blockchain Technologie.

    Ja, ... gut. Den meisten wird das vermutlich nicht gar so viel sagen, also sehen wir uns das nun etwas genauer an.

    Das Problem klassischer Währungen

    Am Besten fangen wir dort an, wo die meisten Dinge anfangen. Bei einem Problem.

    Das Problem, welches die Blockchain und der Bitcoin lösen wollen, gab es schon länger aber es wurde im Jahr 2008 wieder einmal akut. Und zwar war das Problem die Funktionsweise unserer klassischen Währungen, also Euro, Dollar, Yen oder was auch immer. Eigentlich weniger ein Problem der Währungen an sich, sondern wie diese Währungen erschaffen, verwaltet und verteilt werden.

    Nimmt man eine solche Währung, z.B. den Euro, dann ist es so, dass praktisch die gesamte Kontrolle von der Schaffung des Euro bis hin zu seiner Vernichtung bei den Banken, Zentralbanken und letztendlich beim Staat liegt.

    An sich ist das auch eine gute Sache, weil der Staat und die Banken arbeiten im Sinne ihre Bewohner und wollen nur das Beste für sie. Hoffen wir zumindest. Wie sich allerdings im Zuge der Bankenkrise unter anderem in Zypern gezeigt hat, kann das für den Einzelnen aber auch ziemlich unangenehm sein. Durch die Zentralisierung und Schaffung eines Geldmonopols, sind wir abhängig vom guten Willen des Staates und seiner angeschlossenen Bankenwelt.

    Es ergeben sich kurz gesagt die ersten zwei Probleme:

    • Zentralisierung
    • Vertrauen

    Unter Zentralisierung verstehen wir die zentrale Abwicklung aller Geldangelegenheit. Beginnend beim Staat, der die Grundlagen schafft, über die Zentralbanken, welche die Geldmenge steuern, bis hin zu den einzelnen Banken, welche die konkrete Umsetzung und damit den Geldfluss steuern. Wenn es dort zu welchem Problem auch immer kommt, dann haben am Ende wir selbst das Problem. Wenn eine Zentralbank beschließt Geld im Überfluss zu drucken, dann haben wir darauf keinen Einfluss. Wenn ein Staat von einer "eigenwilligen" Regierung gesteuert wird und unsere Werte vernichtet, dann haben auch wir das Problem. Eine Zentralisierung ist also immer mit gewissen Risiken verbunden.

    Und das Problem des Vertrauens liegt einfach darin, dass wir allen Institutionen vertrauen müssen. Sogar wenn man allen beteiligten Institutionen nur die besten Absichten unterstellt, bedeutet es immer noch, dass wir darauf vertrauen müssen, dass unser Geld und damit unser gesamter Wohlstand von allen Institutionen auch entsprechend geschützt wird.

    Der erste Teil der Lösung

    Diese Probleme hat auch einer gewisser (oder eine gewisse) Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 gesehen. Bis heute ist unbekannt wer hinter Satoshi Nakamoto steckt - ein Mann, eine Frau oder auch eine ganze Organisation. Ist für uns aber auch nicht so wichtig.

    Problem Zentralisierung: Wenn man keine Zentralisierung möchte, dann wählt man das Gegenteil - also die Dezentralisierung. Das bedeutet, dass man alles auf möglichst viele verteilt. Damit kann man sicherstellen, dass ein Problem bei einem Einzelnen oder einer kleinen Gruppe kein Problem für alle wird. Und je stärker man die Dezentralisierung vorantreibt, umso unabhängiger wird man von einzelnen Teilnehmern.

    Problem Vertrauen: Durch die Verteilung auf sehr viele unterschiedliche Personen ergibt sich natürlich die Problematik, dass man nicht auf das Vertrauen der einzelnen, meist unbekannten, Personen bauen kann. Also braucht man irgendein System welches dieses Vertrauen in das dezentrale System herstellt.

    Lösung Blockchain: Die Lösung für diese beiden Probleme ist eine sogenannte Blockchain. Wie der Name schon sagt, ist es eine "Kette von Blöcken" und diese Blockchain wird möglichst breit gestreut verteilt.

    Die Blockchain

    Sehen wir uns also konkret an wie diese Blockchain funktioniert. Im Prinzip ist die Blockchain nichts anderes als eine (sehr große) Datei (oder Verzeichnis, Register). In dieser großen Daten werden ALLE Transaktionen (=Überweisungen) aufgezeichnet. Das bedeutet, wenn irgendjemand etwas an irgendjemand anderen übertragen will, dann wird das in der Blockchain als Transaktion gespeichert.

    Da diese Blockchain sehr groß ist, wird es extrem unpraktisch sie immer als gesamte Einheit zu betrachten. Also unterteilt man sie in einzelne Blöcke (hat auch noch andere Gründe aber das soll fürs Erste mal reichen).

    Die Blockchain ist also eine große Datei in der alles in Blöcken organisiert ist und in diesen Blöcken werden alle Transaktionen abgespeichert. Diese Blockchain wird möglichst intensiv verteilt - am Besten liegt diese Datei auf zehntausenden Rechnern weltweit. Durch diese große Verbreitung ist es kein Problem wenn eine Kopie der Datei verloren geht oder eine ganze Gruppe von Rechnern ausfällt. Es gibt immer irgendwo eine Kopie der Blockchain wo man nachsehen kann welche Transaktionen ausgeführt wurden.

    Jetzt müssen wir natürlich noch irgendwie sicherstellen, dass dieser Blockchain auf den tausenden Rechnern auch vertraut werden kann. Im Prinzip könnte sonst jeder reinschreiben was er will und das ist natürlich nicht besonders hilfreich.

    Und hier kommt die "Kette von Blöcken" ins Spiel. Die einzelnen Blöcke mit neuen Transaktionen werden nämlich nicht einfach nur so an die Blockchain angehängt, sondern jeder neue Block wird mit dem letzten Block auf eine bestimmte Art "verkettet".

    Dazu bekommt jeder Block eine Prüfsumme des davorliegenden Blockes und damit kann eindeutig überprüft werden ob dieser Block auch gültig ist und nicht verändert wurde. Durch diese Prüfsumme ist jeder Block mit dem davorliegenden verbunden und es ergibt sich eine Kette von Blöcken.

    Wie diese Prüfsumme genau gemacht wird, wollen wir uns in diesem Artikel nicht ansehen aber nur soviel: es werden dazu mathematische Funktionen, sogenannte Hashes, verwendet. Wichtig ist für uns nur, dass man nicht einfach einen Block ändern kann - denn dann wäre die Prüfsumme falsch und alle würden merken, dass unsere Blockchain falsch ist.

    Aber wer macht diese Blöcke?

    Bitcoin

    Wir können also mit der Blockchain alle Transaktionen auf immer und ewig ablegen, zumindest solange irgendwo ein Computer läuft.

    Aber welche Transaktionen werden dort gespeichert? Werden da Euro Transaktionen abgelegt?
    Nein, denn dann würden wir wieder abhängig sein von der "Euroindustrie". Es wird einfach eine neue Währung geschaffen, welche fest mit der Blockchain verbunden ist - der Bitcoin.

    Der Bitcoin ist also eine vollständig neu geschaffene Währung, welcher fest mit der Blockchain verbunden ist - keine Blockchain - kein Bitcoin.

    Da man die Blockchain Technologie auch für viele andere Dinge verwenden kann und es daher auch viele verschiedene Blockchains gibt, wollen wir unsere Blockchain für die Bitcoins ab sofort als Bitcoin-Blockchain bezeichnen.

    Wie werden die Bitcoins "erschaffen"?

    Das Erschaffen von Bitcoins ist die einfachste Sache der Welt. Jedesmal wenn ein neuer Block erstellt wird, wird als erste Transaktion einfach eine bestimmte Summe neuer Bitcoins angegeben. Das heisst, mit jedem neu erstellten Block entstehen neue Bitcoins.

    Um genau zu sein, werden derzeit mit jedem neuen Block 12,5 Bitcoin erstellt. Das geht noch bis etwa 2021, ab dann gibt es nur noch 6,25 Bitcoin pro neuem Block. Die Anzahl an neuen Bitcoins pro Block wird also im Laufe der Zeit immer geringer, bis irgendwann keine neuen Bitcoins mehr erschaffen werden. Das ist bei 21 Millionen Bitcoins der Fall.

    Das klingt etwas schräg, wenn man das zum ersten Mal hört. Überlegen wir uns aber mal kurz wie das beim Euro funktioniert? Da ist es noch viel schlimmer. Denn beim Euro gibt es keine definierten Regeln. Im Prinzip werden Euro geschaffe, wann immer es politisch, wirtschaftlich, rechtlich oder was auch immer als richtig erscheint. Es gibt ein Bankenproblem? Dann wird einfach mal die Europresse angeworfen und neue Euros generiert. Nicht genug Inflation? Dann kaufen wir den Anleihenmarkt einfach leer (natürlich mit neuem Geld).

    Natürlich entstehen neue Euros nicht hauptsächlich indem Euros als Scheine gedruckt werden, sondern das läuft auch elektronisch. Mit dem Unterschied, dass es beim Euro keine Regel gibt wie viele erstellt werden, wann sie erstellt werden und es gibt auch keine Obergrenze.

    Aus diesem Blickwinkel ist die Erstellung neuer Bitcoin extrem sauber definiert. Und das kann auch nichts und niemand ändern ( ... zumindest in der Theorie).

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